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  • Blog von Sascha Sandhorst
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  • 8.09.1969
  • Religion: evangelisch- lutherisch Körpergröße: 179 cm Gewicht: ca. 76 kg Haarfarbe: dunkel Augenfarbe: blau- grün Familienstand: ledig Macken: Fußballfanatisch und Perfektionist

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Sunday, 19. october 2008 7 19 /10 /Okt. /2008 11:47

Umgang und Pflege des sterben den psychisch Alterskranken

 

Grundsätze:

 

-alte psychisch erkrankte Menschen erspüren ihren Tod

-der Persönlichkeitskern bleibt bestehen

-sind geprägt durch Hilflosigkeit und extreme Abhängigkeit an ihr soziales Umfeld

-verspüren ein besonderes Bedürfnis nach Geborgenheit, Sicherheit, Kommunikation

  und wollen angenommen werden

-auf eine intuitive Situationserfassung (die Situation per Einfühlung erfassen) und

  Situationsempfindung zeigen sie bestimmte Reaktionsmuster; es muss eine gute

  Bezugspflege und Vertrauensbasis geschaffen werden.

-Sterbende Demente sind zumeist unruhig, denn sie wollen "noch etwas regeln". Die

  Unruhe zeigt sich durch Tachykardie, innerliche Unruhe, häufiges Klingeln und

  Angstzustände. Die Angstzustände erkennt man an der blassen Haut, hin-und her

  bewegen der Hände und an der Augenbewegung. In diesen Fällen sollten schnellstens

  die Angehörigen informiert werden, denn der Sterbende will noch etwas "regeln"

-oft erkennt man eine "geistige Klarheit" bis kurz vor dem Tod

-generell sollte dafür gesorgt werden, dass jemand beim Sterbenden vor Ort ist

-auf das Erleben und Erfassen von religiösen Zeremonien sollte Rücksicht genommen

  werden; z.B. der Pastor gibt die letzte Ölung beim Katholiken

 

Pflee:e2rundsätze bei Sterbenden

 

-grundsätzlich ist auf Blickkontakt zum Sterbenden, Körperhaltung, Tonfall und

  gezielte Berührungen zu achten

-besondere Vorsicht ist beim Waschen geboten, denn die Sensibilität ist stark erhöht

-keinen Streit vor dem Sterbenden, denn sie spüren den Unfrieden

-biografisch positive Musik leise im Hintergrund spielen lassen

-Duftlampe einsetzen

-dass Licht soll nicht zu grell, sondern abgedämpft sein

-Möglichkeit einen Luftbefeuchter bei Mundtrockenheit einzusetzen

-Es sollte ein guter Geschmack im Mund vorhanden sein. Gute Mundpflege (Mund

  anfeuchten und saugen lassen), kleine Häppchen anbieten, denn der Körper stellt sich

  auf den Tod ein und die Körperfunktionen werden heruntergefahren

-Ess-und Trinkverweigerung sollte respektiert werden. Die mit der Exsikkose

  einhergehende Elektrolytverschiebung bewirkt, dass eine Schmerzstillung erreicht

  werden kann (Flüssigkeitsmangel setzen Endomorphine frei, diese bewirken

  schmerzstillend wie Opiate). Zu dem werden durch die Austrocknung die perifokalen

  Ödeme von Tumoren oder minderdurchbluteten Arealen verringert und auf diese

  Weise Druckerscheinungen (auch Hirndruck) entgegengewirkt. Der Sterbende fühlt

  sich somit wohler

 

Grundsätze für eine gutgelingende Sterbebegleitung

 

  Sterbende sind auf Hilfe und Verständnis angewiesen. Sehr wichtig ist eine positive und

  aktive Haltung zum Sterbenden.

-der Sterbende lebt in der Milieutherapie nach seinen eigenen Rhythmus

-Sterbende wollen nicht mehr so stark aktiviert werden; Schlaf-und Wachrhythmus ist

  gestört. Sie wollen ihren Bewegungsdrang ausleben und haben das Recht ihre eigene

  Welt zu erleben

-der Tod gehört zum Leben dazu

-im Heim erfolgt ein offener Umgang mit dem Tod

-öffentliche Aushänge über den Verstorbenen

-gemeinsame Rituale, wie Singen, Beten

-Teilnahme an der Leichenaufbahrung und Abschied nehmen

-der Verstorbene wird sichtbar über den Hauseingang hinausgetragen

 

Pflegeansätze

 

Palliativpflege:

 

-Schmerzlinderung, keine Schmerzen leiden

-letzte Dinge regeln

-Entscheiden der Sterbeform

-Angehörige mit einbinden

-Basale Stimulation

-den Sterbenden vorsichtig anfassen und drehen, denn Berührung bedeutet zum Teil Schmerz

-die Hautzellen leiten bis zu zwanzig Minuten nach dem Tod noch Signale ans Hirn,

  denn die Hirnzellen arbeiten weiter (dem Sterbenden völlige Ruhe gönnen und keine

  Streitgespräche der Angehörigen zulassen)

-Anwenden von Validation und biografische Milieupflege

-den Sterbenden durch vertraute Gerüche und Geräusche vitalisieren und reaktivieren

-die Pflegeperson bestimmt die Gefühlshaltung und Kontaktqualität

 

 

Kommunikation als begleitender Prozess

 

-die Bewältigungsstrategien des Sterbenden sind zu berücksichtigen und zu unterstützen

-auf das Tempo des Sterbenden eingehen

-Sterbender bestimmt die Beziehung

-Dosierte Nähe bei Ängsten

-Langsam gesprochene, kurz wiederholende Sätze sprechen

-Tonfall, Berührung, Nähe, Distanz und Akzeptanz ständig überprüfen

-die Eindeutigkeit der Mimik, Gestik berücksichtigen

 

 

von Sascha Sandhorst
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